Mundtot
Nein, ich spreche Eure Sprache nicht. Ich verstehe sie kaum. Wenn ich versuche, mich Eurer Worte zu bedienen, ist es mir, als müsste ich mit Schwären überdeckte Giftkröten küssen. Ein Kuss, der bitter schmeckt und das Denken mit Unrat infiziert.
Wenn Eure Worte in meine Ohren tropfen, kriecht Ekel Würmern gleich in mein Hirn und lässt die wenigen Gedanken auf ihren Schleimspuren ausrutschen. Haltlos schlingern sie durchs Hirn, verschleimen die Synapsen, die durch die Melasse des Eiters zahm ein SOS funken, das seine Bedeutung verliert, wenn es von nimmersatten Wortraupen verschlungen wird. Aus diesen Raupen werden keine Schmetterlinge, noch nicht mal fette Motten. Sie verharren regressiv im Raupenstadium, Speckmaden gleich, die nur fressen, nicht aber neues entstehen lassen können.
Nein, ich spreche Eure Sprache nicht. Wenn ich mich Eurer Zunge befleißige, was ich mitunter tue, haben die Worte eine Konnotation, die Widerhaken trägt. Widerhaken, die große Stücke aus Gaumen und Zunge reißen und den Wortschwall in Blutbrei verwandeln. Ich würge an den Worten, Sprechdurchfall wäre dagegen das reine Vergnügen. Die Worte zerinnen auf meiner Zunge, lassen mich Bedeutung sabbern, die keine ist. Wenigstens keine, die sich mir erschlösse.
Ich will diese Worte nicht, will mich ihnen verweigern. Aber sie sind allgegenwärtig, drängen sich schamlos auf und sind erst zufrieden, wenn sie auch den letzten Gedanken im Gespinst aus Worthülsen gefangen haben. Eitelkeit, die fette Spinne, hat sich ein giftiges Netz gesponnen, in dem sie alle fängt. Die Wortleichen sind Nahrung für die Spinnenkinder, die zu Tausenden das Gemüt entern und einen Teppich krabbelnder Kadaver bilden, in dem es kein Überleben anders Lautender gibt.
Nein, ich spreche Eure Sprache nicht. Im Schweigen zu ersticken ist keine Alternative.
Wenn Eure Worte in meine Ohren tropfen, kriecht Ekel Würmern gleich in mein Hirn und lässt die wenigen Gedanken auf ihren Schleimspuren ausrutschen. Haltlos schlingern sie durchs Hirn, verschleimen die Synapsen, die durch die Melasse des Eiters zahm ein SOS funken, das seine Bedeutung verliert, wenn es von nimmersatten Wortraupen verschlungen wird. Aus diesen Raupen werden keine Schmetterlinge, noch nicht mal fette Motten. Sie verharren regressiv im Raupenstadium, Speckmaden gleich, die nur fressen, nicht aber neues entstehen lassen können.
Nein, ich spreche Eure Sprache nicht. Wenn ich mich Eurer Zunge befleißige, was ich mitunter tue, haben die Worte eine Konnotation, die Widerhaken trägt. Widerhaken, die große Stücke aus Gaumen und Zunge reißen und den Wortschwall in Blutbrei verwandeln. Ich würge an den Worten, Sprechdurchfall wäre dagegen das reine Vergnügen. Die Worte zerinnen auf meiner Zunge, lassen mich Bedeutung sabbern, die keine ist. Wenigstens keine, die sich mir erschlösse.
Ich will diese Worte nicht, will mich ihnen verweigern. Aber sie sind allgegenwärtig, drängen sich schamlos auf und sind erst zufrieden, wenn sie auch den letzten Gedanken im Gespinst aus Worthülsen gefangen haben. Eitelkeit, die fette Spinne, hat sich ein giftiges Netz gesponnen, in dem sie alle fängt. Die Wortleichen sind Nahrung für die Spinnenkinder, die zu Tausenden das Gemüt entern und einen Teppich krabbelnder Kadaver bilden, in dem es kein Überleben anders Lautender gibt.
Nein, ich spreche Eure Sprache nicht. Im Schweigen zu ersticken ist keine Alternative.
GedankenSchmerz - toxea - 29. Februar 2008, 21:16
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