Puderfaust
Manchmal möchte man ein ganz anderes Leben führen. Eines in Perl- und Pudertönen, ohne Schwarz, Weiss und Rot. Ein leises Leben durchdrungen von Geborgenheit. Abseits aller Aufregung. Ohne Kampf und Krampf. Ein Hauch von Milde im Gemüt, die Erdenschwere überwindend. Ein kleines Leben im Hier und Jetzt ohne Groll, Gram und Ehrgeiz. Ein Leben, das tänzelnd auf den Fußspitzen balanciert. Zart wie eine Elfe möchte man sein, ein wenig ätherisch, deren Anblick Menschen mit Freude berührt. Puderwarme Elfe tanzt durch die Sonnenscheingetränkte Luft, widmet sich in Harmonie und Hingabe ihren Liebsten und verbreitet Wohlgefühl. Ein Lachen mit Hundert Echos, ein Zartgefühl, das sich wie Tau auf geschlossene Lider legt. Ein zarter Traum aus der Wärme des Wir. Sich in Nähe zugetan sein, ohne Enge zu empfinden. Sehnsucht nur als zartes Verlangen nach Vervollkommnung.
Man schlägt den Katalog vor Entrüstung schnaubend zu, malt sich schwarze Balken ins Gesicht, schlüpft ins Panzerhemd und stürzt sich taumelnd ins brandende laute Leben, berauscht sich am Trubel, verglüht im Kampf, trinkt von der Sehnsucht, die sich säuregleich durchs Bewusstsein ätzt. Alles ist zu wenig. Die Gier nach dem Gefühl treibt einen durch Tag und Nacht. Jede Faser des Seins muss brennen, weil es sonst noch kälter wäre.
Man schlägt den Katalog vor Entrüstung schnaubend zu, malt sich schwarze Balken ins Gesicht, schlüpft ins Panzerhemd und stürzt sich taumelnd ins brandende laute Leben, berauscht sich am Trubel, verglüht im Kampf, trinkt von der Sehnsucht, die sich säuregleich durchs Bewusstsein ätzt. Alles ist zu wenig. Die Gier nach dem Gefühl treibt einen durch Tag und Nacht. Jede Faser des Seins muss brennen, weil es sonst noch kälter wäre.
GedankenSchmerz - toxea - 8. März 2008, 12:44
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