Ende Neu
Gestern war der letzte Tag, dann ist ja wohl heute der erste Tag...
Mehr als neun Jahre fanden ein unrühmliches Ende, da zum Schluss noch Kündigungen ausgesprochen werden mussten. Mehr als 30 Kündigungen in sechs Wochen sind eine Bürde, die erdrückt, martert, sich mit Widerhaken ins Fleisch bohrt. Sie hat das aufkeimende Gefühl der Freiheit und den zarten Hauch von Freude jäh erschlagen und die kleinen Leichen modern im Gemüt, wo sie längst zu aufgedunsenen Massen wurden, deren Verwesungsgeruch mir den Atem nimmt.
Nun also noch ein paar Aufräumarbeiten und der Versuch der Abstandgewinnung. Abstand tut bitter Not. Die Spannung der letzten Wochen und Monate hat sich einem Kokon gleich um weite Bereiche meines Denkens gelegt, alles ist zu eng, aus den gefangenen, gepressten Gedanken rinnen Tränen, die ich gar nicht weinen will, weil sie mich in tiefere Gewässer spülen würden, in denen ich nicht schwimmen kann, solange mir Hände und Füße mit den Stricken des Verantwortungsgefühls gebunden sind.
Es ist Zeit für Veränderungen, aber die brauchen Raum, den sie sich nun mühsam erobern müssen. Zeit für eine Brandrodung, die all das angesammelte und halbverdaute verbrennt. Es wird ein gigantischer Scheiterhaufen werden, das Feuer sollte locker einige Wochen durchbrennen können. Aber ohne Brandbeschleuniger wird es nicht gehen, denn alle Versuche, den Morast im Denken vorher trockenzulegen, sind gründlich gescheitert. Das dumme Herz hat immer wieder sämtliche Drainagen blockiert, zerstört und umgeleitet. Aber auch das soll Geschichte sein, nicht neu, und immer wieder neuaufgelegt.
Nun gut, es müssen Tränen geweint, Feuer gelegt und Wunden gepflegt werden.
Wir kennen uns schon lange, der Phönix und ich.
Ich lehrte ihn zwei Worte, damit er mit mir spricht.
ENDE NEU
Mehr als neun Jahre fanden ein unrühmliches Ende, da zum Schluss noch Kündigungen ausgesprochen werden mussten. Mehr als 30 Kündigungen in sechs Wochen sind eine Bürde, die erdrückt, martert, sich mit Widerhaken ins Fleisch bohrt. Sie hat das aufkeimende Gefühl der Freiheit und den zarten Hauch von Freude jäh erschlagen und die kleinen Leichen modern im Gemüt, wo sie längst zu aufgedunsenen Massen wurden, deren Verwesungsgeruch mir den Atem nimmt.
Nun also noch ein paar Aufräumarbeiten und der Versuch der Abstandgewinnung. Abstand tut bitter Not. Die Spannung der letzten Wochen und Monate hat sich einem Kokon gleich um weite Bereiche meines Denkens gelegt, alles ist zu eng, aus den gefangenen, gepressten Gedanken rinnen Tränen, die ich gar nicht weinen will, weil sie mich in tiefere Gewässer spülen würden, in denen ich nicht schwimmen kann, solange mir Hände und Füße mit den Stricken des Verantwortungsgefühls gebunden sind.
Es ist Zeit für Veränderungen, aber die brauchen Raum, den sie sich nun mühsam erobern müssen. Zeit für eine Brandrodung, die all das angesammelte und halbverdaute verbrennt. Es wird ein gigantischer Scheiterhaufen werden, das Feuer sollte locker einige Wochen durchbrennen können. Aber ohne Brandbeschleuniger wird es nicht gehen, denn alle Versuche, den Morast im Denken vorher trockenzulegen, sind gründlich gescheitert. Das dumme Herz hat immer wieder sämtliche Drainagen blockiert, zerstört und umgeleitet. Aber auch das soll Geschichte sein, nicht neu, und immer wieder neuaufgelegt.
Nun gut, es müssen Tränen geweint, Feuer gelegt und Wunden gepflegt werden.
Wir kennen uns schon lange, der Phönix und ich.
Ich lehrte ihn zwei Worte, damit er mit mir spricht.
ENDE NEU
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