Sinnfrei in den Samstagabend
Der dickfellige, aber spindeldürre Affenkönig sitzt aufgeblasen auf dem gusseisernen Deckel einer irdenen Mülltonne, in der nur am 30. Februar Müll zu finden ist, und zieht wutschnaubend den aromatischen Duft langsam dahinwelkender, junger Bambustriebe ein, während auf der anderen, lila gestrichenen Strassenseite ein halbkahler, graublütiger Verkehrspolizist zähnefletschend seinen gläsernen Gummiknüppel verspeist und sich die dröhnenden Autos wie ein wild gewordene Windmühle geschickt in einander verkutzeln lässt, so wie jeden lieblichen Samstagabend in der sonnig-dunstigen Metropole des östlichen Mittelwestens geschieht, wo normalerweise nur besonders prächtige Pinguine den nassen Sand zur Seite schieben, um an die begehrten stinkenden Froscheier, die nur bei 100 Grad im Schatten des lachenden Eifelturms so recht gedeihen, zu gelangen, sofern sie die putzigen Verstecke finden, in die diese aussergewöhnliche Delikatesse von den jodelnden Möwen, die in grauer Vorzeit das Salz in die fernen Meere getragen haben, gelegt wird, wobei es auch solche pflichtvergessenen Möwen gibt, die lieber die rostigen Nägel aus den flüsternden Balken ziehen, obwohl sich die Balken gerne in die glühenden Steppen des verwaisten Einkaufszentrums flüchten würden, um sich die einschläfernde Peep-Show der jungen Hähnchen an der grössten Theke der Sonne anzusehen, doch sie würden ohnehin von den tirillierenden Elefanten, die auf zierlichen Mücken einhergeritten kommen, gestört werden, denn deren mühsame Pflicht ist es, die wilden Mengen von Algen und Wasserflöhen in die ungeheuren Wälder Chinas zu treiben, weil diese dort Froscheier herstellen und Bambus hacken müssen, um so den nächsten sonnigen Samstagabend zu ermöglichen, der ja bekanntlich von der langen Prozession der Foxtrott-tanzenden Palmen und der steinewerfenden Eichhörnchen beendet wird, um sicher gehen zu können, das alle blauen Bohnen von den zirpenden Ameisen beseitigt werden, denn dann erst darf die helle Nacht die traurige Landschaft mit einer feinen, netzartigen Eisschicht überziehen und so den ewig wiederkehrenden, im Chaos geordneten Samstag in den blicklosen Sonntagmorgen verwandeln.toxea - 2. Dez 2006, 12:11
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To01 - So, 20:10
die these, sonntagsbrötchen wären essentiell ist tatsächlich absurd und der ausgehzwang völlig überbewertet; vielmehr die hellerlichte nacht, die feingekleidete trieb um sich herum und schlug auch mal aus [sich heraus und blüten] staub bedeckter mantel des glückes. prost!
toxea - Mo, 06:55
Im dunklen Schein
des blauen Mondes lassen sich vereinzelte waidwunde Brötchen, die sich leichtsinnigerweise in ihrer Abenteuerlust zu weit von der gröhlenden Bäckerhorde entfernt haben, mit purpurzarten Keschern von ringelstrumpftragenden Schlamperpuppen, die ihr spröd verzagtes Herz an ein mäßig musikalisches Skelett mit Hang zu gutmütiger Gefangennahme verloren haben, immer wieder einfangen, von deren Genuß aber nur abgeraten werden kann, denn die verstörten kleinen Brötchenlaiber gehören unbedingt in die Parade der unverdrossen hüpfenden Frühstückseier, die in Erwartung der rohen Enthauptung mit einigen letzten Arien nicht nur ihr, sondern auch das Ende des Wochenendes schauerlich falsch singend und dabei doch so anrührend beklagen...







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