Schmerz
Eine wahnsinnige rotglühende und kaltrauchende Schmerzwelle bahnt sich ihren Weg durchs Gehirn und löscht jeden positiven Gedanken, in dem sie ihn in Schmerz badet bis er das Bewusstsein verliert. Der Schmerz ist ein hungriges Tier, das sich durch die Hirnwindungen frisst, das Myelin von allen Nerven knabbert, so dass sie bloß und ungeschützt jedem leisen Reiz ausgesetzt sind. Der Schmerz hat einen sadistischen Verbündeten, der einem den letzten Widerstand unmöglich macht, indem der die zuckenden Nervenenden mit Salzsäure beträufelt. Fast außer sich vor Schmerz senden die Nervenende ihr verzweifeltes SOS und das Gehirn bricht bald unter der Last der sich ständig kreuzenden und im Nichts verhallenden Hilferufe zusammen. Der Schmerz bemächtigt sich aller Gedanken, nur das Sprachzentrum kämpft einen letzten verzweifelten Kampf gegen die drohende Welle, in der es auch bald versinken wird. Dann ist da kein Denken mehr, nur noch Schmerz, der einen heulen und zucken läßt und für dessen Innehalten man alles geben würde. Das schlimmste ist noch nicht mal der Schmerz selbst, sondern diese gnadenlose Unentrinnbarkeit.toxea - 18. September 2007, 10:38






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