Great song of indifference
I don't mind if I go, I don't mind if I take it slow
I don't mind if I say yes or no, I don't mind at all
I don't care if I live or die, couldn't care less if I laugh or cry
I don't mind if I crash my flight, I don't mind at all
(nach Bob Geldof)
Wie ekel, schal und flach erscheint mir dieses kleine Leben, das keines ist, sondern eine Art Posse, wir spielen Leben und das noch nicht einmal überzeugend, aber wen kümmert es? Mich wohl nicht. Es ist einfach gleichgültig, was ich tue oder lasse. Nein, ich bin nicht verzweifelt, ich bin nur müde oder so. Habe keine Lust mehr auf den Kampf im Job, ertrage den Druck nicht mehr und sehe mich doch jeden Tag einer neuen Herausforderung gegenübergestellt, die eigentlich nicht zu bewältigen ist. Aber geübt im Finden von Lösungen, wenn auch häufig sehr schmerzhaften, ergebe ich mich der Routine der Problembewältigung. Ich muss aus diesem Job heraus, wäre ich nur nicht so überzeugt, dass ich nichts anderes kann, wäre das Gefühl der Unfähigkeit nicht so tief in meine Synapsen eingebrannt. Stupor. Angesichts der Unausweichbarkeit kommender Katastrophen verfalle ich in Katatonie. Lebensurrogatderivat oder so... Mein Denken ist erstorben, inspirationslos und von Gleichgültigkeit durchtränkt. Fast wünschte ich mir die Verzweiflung der letzten Monate zurück, die enthielt wenigsten einen Funken Lebensenergie, eine glimmende, zarte Glut, die aber das Potential zum Flächenbrand hatte und daher ausgetreten werden musste. Im Dumpfdenken ist kein Sein, nur Funktion, die ich hasse, aber erfülle oder auch nicht... Auch das ist gleichgültig. Das Unerträgliche an der Gleichgültigkeit ist die Unfähigkeit zu Handeln und wirkliche Entscheidungen zu treffen, man hält es einfach aus. Mehr nicht. Es fehlt die treibende Energie der großen Gefühle, seien sie auch noch so schmerzhaft, die einen nach Änderung streben lassen. Es fehlt die Inspiration, sich neue Szenarien zu denken, seien sie auch noch so utopisch. Ein grauer, zäher Lebensbrei, der einen zwar am Leben erhält, aber nicht nährt. Dieser Zustand ist schlechter zu ertragen als alle Depression. Man fühlt sich wie ein lebender Leichnam und nimmt auch das nur am Rande zur Kenntnis. Ich existiere in einer Blase sensorischer Deprivation, meine eigenen Gefühle werden mir entzogen, wie ich das eigentlich mache, ist mir unklar. Es ist wie eine Art Hunger, er hat gebrannt, getobt, sich in die Eingeweide gebissen, doch er wurde nicht gestillt. Irgendwann resigniert der Hunger, hört auf zu schmerzen und man kann ihn gänzlich ignorieren. Im Gegensatz zum Körper kann man der Seele alle Nahrung entziehen, sie verkümmert zwar, aber der am dinglichen haftende Fleischleib verurteilt einen zum Fortbestand der Existenz.
Wenn ich doch wenigstens um die verlorenen Worte, Gedanken und Ideen weinen könnte. Indifferenz.
I don't mind if I say yes or no, I don't mind at all
I don't care if I live or die, couldn't care less if I laugh or cry
I don't mind if I crash my flight, I don't mind at all
(nach Bob Geldof)
Wie ekel, schal und flach erscheint mir dieses kleine Leben, das keines ist, sondern eine Art Posse, wir spielen Leben und das noch nicht einmal überzeugend, aber wen kümmert es? Mich wohl nicht. Es ist einfach gleichgültig, was ich tue oder lasse. Nein, ich bin nicht verzweifelt, ich bin nur müde oder so. Habe keine Lust mehr auf den Kampf im Job, ertrage den Druck nicht mehr und sehe mich doch jeden Tag einer neuen Herausforderung gegenübergestellt, die eigentlich nicht zu bewältigen ist. Aber geübt im Finden von Lösungen, wenn auch häufig sehr schmerzhaften, ergebe ich mich der Routine der Problembewältigung. Ich muss aus diesem Job heraus, wäre ich nur nicht so überzeugt, dass ich nichts anderes kann, wäre das Gefühl der Unfähigkeit nicht so tief in meine Synapsen eingebrannt. Stupor. Angesichts der Unausweichbarkeit kommender Katastrophen verfalle ich in Katatonie. Lebensurrogatderivat oder so... Mein Denken ist erstorben, inspirationslos und von Gleichgültigkeit durchtränkt. Fast wünschte ich mir die Verzweiflung der letzten Monate zurück, die enthielt wenigsten einen Funken Lebensenergie, eine glimmende, zarte Glut, die aber das Potential zum Flächenbrand hatte und daher ausgetreten werden musste. Im Dumpfdenken ist kein Sein, nur Funktion, die ich hasse, aber erfülle oder auch nicht... Auch das ist gleichgültig. Das Unerträgliche an der Gleichgültigkeit ist die Unfähigkeit zu Handeln und wirkliche Entscheidungen zu treffen, man hält es einfach aus. Mehr nicht. Es fehlt die treibende Energie der großen Gefühle, seien sie auch noch so schmerzhaft, die einen nach Änderung streben lassen. Es fehlt die Inspiration, sich neue Szenarien zu denken, seien sie auch noch so utopisch. Ein grauer, zäher Lebensbrei, der einen zwar am Leben erhält, aber nicht nährt. Dieser Zustand ist schlechter zu ertragen als alle Depression. Man fühlt sich wie ein lebender Leichnam und nimmt auch das nur am Rande zur Kenntnis. Ich existiere in einer Blase sensorischer Deprivation, meine eigenen Gefühle werden mir entzogen, wie ich das eigentlich mache, ist mir unklar. Es ist wie eine Art Hunger, er hat gebrannt, getobt, sich in die Eingeweide gebissen, doch er wurde nicht gestillt. Irgendwann resigniert der Hunger, hört auf zu schmerzen und man kann ihn gänzlich ignorieren. Im Gegensatz zum Körper kann man der Seele alle Nahrung entziehen, sie verkümmert zwar, aber der am dinglichen haftende Fleischleib verurteilt einen zum Fortbestand der Existenz.
Wenn ich doch wenigstens um die verlorenen Worte, Gedanken und Ideen weinen könnte. Indifferenz.
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