Schlaf-, ziel-, leblos
Mal wieder flieht mich der Schlaf. Mitten in der Nacht hörte ich ein Geräusch, das mir das Herz im Leibe umdrehte und ich war wach. Hellwach und zugleich bleiern müde. Weil ein Welle übler Gedanken heranrollt, versuche ich das Hirn mit anderen Gedanken zu füttern. In meinem bräsigen Hirn will kein Gedanke halten, sich kaum einer formen und die im Gemüt herumgeisternden Gefühle sind auch nicht gerade hilfreich. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen lande ich auf einer Orakelseite, die mir verät, ich sei ein ist ein intuitiver Nonkonformist.Diese Menschen haben oft ungewöhnliche Lebenswege vor, bzw. hinter sich; sie sind häufiger als andere zur falschen Zeit am falschen Ort (zumindest empfinden sie es so). Herausragend ist ihre Tendenz, sich ganz ferne, ganz grosse Ziele zu stecken, die sie dann ohne Zwischenstufen erreichen wollen. Man kann sie daher zu den typischen Tagträumern und geborenen Philosophen zählen ('Seele-Geist-Menschen'), jedoch immer mit einer kämpferisch, unkonventionellen Färbung. Na, also viel weiter kann man sich von der Realität nicht entfernen. Ich hatte noch nie ein Ziel. Und jeder Weg ist falsch, wenn man das Ziel nicht kennt. Könnte ein Kalenderspruch sein, hat aber gerade etwas bestrickendes.
Mal wieder fällt mir der Titel eines Buches, das ich nie gelesen habe, ein: Leben wäre eine prima Alternative. Hat auch was bestrickendes. Für die Autorin war es bitterer Ernst. Für mich ist es aber auch mehr als ein fauler Witz.
toxea - 26. Februar 2008, 04:15






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