Großbrand

Im Chemiepark Worringen ist heute nachmittag eine undichte Ethylenleitung in Brand geraten. Noch immer brennt es und über 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen und einen nahegelegenen Gastank zu kühlen. Es soll keine Gefahr für die Nachbarschaft bestehen, aber das Bild ist gespenstisch und die Untermalung durch die permanent tönenden Alarmsirenen nicht wirklich beruhigend.
Nachtrag Dienstag morgen: Das Feuer ist nun gelöscht, aber der Tank mit dem Acrylnitril muss weiter heruntergekühlt werden, bevor er abgepumpt werden kann. Im Moment wird das Acrylnitril nur von Löschschaum bedeckt, da der Tank durch den Brand oben offen ist. Acrylnitril ist leicht entzündlich und giftig. Bei Kontakt mit der Flüssigkeit oder dem Dampf kann zu Schädigungen der Nerven und des Atemsystems führen.
toxea - 17. Mrz 2008, 21:02
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k-fee - Mo, 21:16
Allein der Name undichte Ethylenleitung klingt schon gespenstisch...
toxea - Mo, 21:29
Ethylen
ist hochentzündlich, aber wenig giftig. Problematisch ist, dass das Feuer auf einen Tank mit Acrylnitril übergegriffen hat und das ist giftig. Mir bereitet auch der Gastank einige Sorgen.
mehrLicht - Mo, 21:39
hoffentlich bekommen die das in den Griff, beim wdr sind ja immer noch Kommentare, dass man das Feuer noch meilenweit sehen kann. Jochen Hoff schreibt in seinem Blog übrigens von einer Zeitbombe, was die generelle Situation in den Industriegebieten angeht.
toxea - Mo, 21:42
Ja, es lodert immer noch
Ich habe erfahren, das Acrylnitril beim Verbrennen weniger giftig ist, als beim blossen Ausströmen. Insofern muss man den Brand wohl als das kleinere Übel akzeptieren. Die Einsatzkräfte vor Ort leisten ganze Arbeit.
Die geplante Kohlenmonoxidleitung, von der auch Jochen Hoff schreibt, ist hier ein heftig diskutiertes Thema, das jetzt sicher noch mal kritischer gesehen wird.
Die geplante Kohlenmonoxidleitung, von der auch Jochen Hoff schreibt, ist hier ein heftig diskutiertes Thema, das jetzt sicher noch mal kritischer gesehen wird.
Jochen Hoff (anonym) - Mo, 21:58
Keine generelle Zeitbombe in den Industriegebieten. Es geht um die Bayer-Leitung, die nicht so gesichert ist wie solche Industriegebiete und im Extremfall 144.000 Menschen töten könnte.
Chemieparks sind in Ordnung, weil Feuerwehr und THW dort speziell ausgebildet werden können und auch entsprechendes Gerät haben.
Der Leverkusener Chemie-Multi Bayer will hochgiftiges Kohlenmonoxid per unterirdischer Pipeline von seinem Dormagener Werk zum Standort Krefeld leiten. Die auf der 67 Kilometer langen Strecke liegenden Kommunen sind davon ebenso wenig begeistert wie private Grundstücks- besitzerInnen und Umweltverbände. Im nordrhein- westfälischen Landtag sind CDU und FDP für die Errichtung der Giftgasleitung.
Die Pipeline geht durch ein Erdbebengebiet. Sie stellt den größten Giftgasspeicher der Welt dar, denn sie ist nicht nur Transportmittel sondern auch Pufferspeicher.
Prof. Dr. Falkenhain aus Bochum, ein Spezialist für Verfahrenstechnik mit 40-jähriger Erfahrung mit Kohlenmonoxyd im Kohleabbau hat errechnet und im Landtag NRW am 7.10.2007 vorgetragen, dass bei einem Loch von 5-6 Millimeter Größe die Menschen noch in 100 Meter Abstand innerhalb von ein bis zwei Minuten sterben, bei 4 Millimetern beträgt die Todeszone 57 Meter.
Außerhalb dieser Hochrisikozonen sind die Menschen jedoch nicht außer Gefahr, sondern sterben etwas langsamer, in 10 Minuten, 20 Minuten und später oder sie tragen im Überlebensfall schwere gesundheitliche Spätschäden davon. Völlig aussichtslos für Tausende von Menschen ist es bei einem Vollbruch durch Fremdeinwirkung Autoaufprall an der Autobahn (die Trasse verläuft weitgehend neben der Autobahn), Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch Rammung mittels Stahlspundwand (siehe Experte Volkwart Hardes aus Celle), Schweißnahtbruch durch Erdbeben in unserem Erdbebengebiet, der Niederheinebene, Sabotage oder Terrorismus.
Dann kann die Todeszone sich je nach Windverhältnissen bis zu 1,5 Kilometer und noch weiter ausdehnen. Allein im Kreis Mettmann leben 143.000 Menschen im Bereich der unmittelbaren Gefahrenzone.
Chemieparks sind in Ordnung, weil Feuerwehr und THW dort speziell ausgebildet werden können und auch entsprechendes Gerät haben.
Der Leverkusener Chemie-Multi Bayer will hochgiftiges Kohlenmonoxid per unterirdischer Pipeline von seinem Dormagener Werk zum Standort Krefeld leiten. Die auf der 67 Kilometer langen Strecke liegenden Kommunen sind davon ebenso wenig begeistert wie private Grundstücks- besitzerInnen und Umweltverbände. Im nordrhein- westfälischen Landtag sind CDU und FDP für die Errichtung der Giftgasleitung.
Die Pipeline geht durch ein Erdbebengebiet. Sie stellt den größten Giftgasspeicher der Welt dar, denn sie ist nicht nur Transportmittel sondern auch Pufferspeicher.
Prof. Dr. Falkenhain aus Bochum, ein Spezialist für Verfahrenstechnik mit 40-jähriger Erfahrung mit Kohlenmonoxyd im Kohleabbau hat errechnet und im Landtag NRW am 7.10.2007 vorgetragen, dass bei einem Loch von 5-6 Millimeter Größe die Menschen noch in 100 Meter Abstand innerhalb von ein bis zwei Minuten sterben, bei 4 Millimetern beträgt die Todeszone 57 Meter.
Außerhalb dieser Hochrisikozonen sind die Menschen jedoch nicht außer Gefahr, sondern sterben etwas langsamer, in 10 Minuten, 20 Minuten und später oder sie tragen im Überlebensfall schwere gesundheitliche Spätschäden davon. Völlig aussichtslos für Tausende von Menschen ist es bei einem Vollbruch durch Fremdeinwirkung Autoaufprall an der Autobahn (die Trasse verläuft weitgehend neben der Autobahn), Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch Rammung mittels Stahlspundwand (siehe Experte Volkwart Hardes aus Celle), Schweißnahtbruch durch Erdbeben in unserem Erdbebengebiet, der Niederheinebene, Sabotage oder Terrorismus.
Dann kann die Todeszone sich je nach Windverhältnissen bis zu 1,5 Kilometer und noch weiter ausdehnen. Allein im Kreis Mettmann leben 143.000 Menschen im Bereich der unmittelbaren Gefahrenzone.
k-fee - Mo, 22:16
Ich bin auch von der Bayer-Leitung betroffen. Bei mir wären das 7min. Vllt auch nur 5min..Und ich sehe das genauso, wie alle anderen Kritiker.Kann dem Beitrag von Jochen Hoff nur zustimmen.
...
Hochentzündlich reicht doch schon aus, um zu einem Gefahrenherd zu werden...
Ich hoffe, dass die Einsatzkräfte den Brand in den Griff bekommen...damit ihr euch keine Sorgen mehr machen müsst.
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Hochentzündlich reicht doch schon aus, um zu einem Gefahrenherd zu werden...
Ich hoffe, dass die Einsatzkräfte den Brand in den Griff bekommen...damit ihr euch keine Sorgen mehr machen müsst.






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