Ekel, flach und schal
Langsam, fast unbemerkt war mal wieder das Licht verebbt. Trübes Grau schlabberte sich durch den Geist und fraß die letzen Lichtfetzen. Im Schutz des Dunkels wagten sich die fiesen Gesellen, das alte Trio Infernale und alle, die sich Aasfressern gleich mit abgestorbenen Gedanken und faulenden Erinnerungen nährten, aus ihren Ecken, in denen sie hätten vermodern sollen, bis sie zu Staub zerfielen.
Aber der Eiter der alten Not war ein idealer Nährboden für die Kriecherkulturen, die sich schwammartig in dicken Schimmelpilzen im Hirn verbreiteten. Auf dem dicken Schimmelteppich hört man die Schritte der sich hinterrücks nähernden Peiniger nicht und kaum hatte man sich versehen, hatten sie einen an die alte Sprossenwand gefesselt und verbissen sich in Hirn und Gemüt, dabei ihre mächtigste Waffe absondernd: die Speichelsäure, die aus nichts anderem bestand als aus ätzendem Verdruss. Verdruss, der sich melassegleich an jeden Gedanken klebte, der aber auch wie feinfließendes Kriechöl in jede Ecke des Denkens und Fühlens vordrang. Verdruss, der Bitterkeit verströmte, eine Bitterkeit, die einen glauben ließ, dass jeder Schierlingsbecher dagegen süßer Nektar sei.
So schnell wie der Verdruss sich im Schutz des Schwammes und des Schimmels verbreitete, hatten sich auch die stets in seinen Windschatten reisenden Erinnerungen eingefunden und quälten die müde gewordenen, stumpfen Gedanken mit dem, was ein mal war. All die alten Schmerzen, die keinen anderen Sinn hatten, als die Peiniger im Nachhinein zu Siegern zu erklären. Und während man mit dem Restareal des Verstandes noch begriff, dass genau dies verhindert werden musste, hatte der Verdruss schon alle anderen Gefilde in Hirn und Gemüt durchdrungen, erorbert, verdorben und alles Licht und Atmen einfach unter der klebrigfaulen Masse seiner jämmerlichen Existenz erstickt.
Alles was blieb, war das Bewusstsein, dass man sich von einem Lebenssurrogatextraktderrivat nährte, dass einen so eben gerade am Leben hielt, aber einem nicht ermöglichte nur eine Bewegung zu machen, die nicht zum Pflichtprogramm gehörte. Zur plumpen Existenz verurteilt, an stumpfe Materie gebunden, im Dreck kriechend, ohne Veränderung, immer im Schlamm gefangen, dem Gewesen näher als dem Werdenden. Es wird nie anders sein.
Aber der Eiter der alten Not war ein idealer Nährboden für die Kriecherkulturen, die sich schwammartig in dicken Schimmelpilzen im Hirn verbreiteten. Auf dem dicken Schimmelteppich hört man die Schritte der sich hinterrücks nähernden Peiniger nicht und kaum hatte man sich versehen, hatten sie einen an die alte Sprossenwand gefesselt und verbissen sich in Hirn und Gemüt, dabei ihre mächtigste Waffe absondernd: die Speichelsäure, die aus nichts anderem bestand als aus ätzendem Verdruss. Verdruss, der sich melassegleich an jeden Gedanken klebte, der aber auch wie feinfließendes Kriechöl in jede Ecke des Denkens und Fühlens vordrang. Verdruss, der Bitterkeit verströmte, eine Bitterkeit, die einen glauben ließ, dass jeder Schierlingsbecher dagegen süßer Nektar sei.
So schnell wie der Verdruss sich im Schutz des Schwammes und des Schimmels verbreitete, hatten sich auch die stets in seinen Windschatten reisenden Erinnerungen eingefunden und quälten die müde gewordenen, stumpfen Gedanken mit dem, was ein mal war. All die alten Schmerzen, die keinen anderen Sinn hatten, als die Peiniger im Nachhinein zu Siegern zu erklären. Und während man mit dem Restareal des Verstandes noch begriff, dass genau dies verhindert werden musste, hatte der Verdruss schon alle anderen Gefilde in Hirn und Gemüt durchdrungen, erorbert, verdorben und alles Licht und Atmen einfach unter der klebrigfaulen Masse seiner jämmerlichen Existenz erstickt.
Alles was blieb, war das Bewusstsein, dass man sich von einem Lebenssurrogatextraktderrivat nährte, dass einen so eben gerade am Leben hielt, aber einem nicht ermöglichte nur eine Bewegung zu machen, die nicht zum Pflichtprogramm gehörte. Zur plumpen Existenz verurteilt, an stumpfe Materie gebunden, im Dreck kriechend, ohne Veränderung, immer im Schlamm gefangen, dem Gewesen näher als dem Werdenden. Es wird nie anders sein.
GedankenSchmerz - toxea - 27. April 2008, 16:21
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